Neue Ansätze in der Psychiatrie
Diskussionsforum, Mittwoch, 18. März, 18.30 – 20.00 Uhr
«Psychodelika als neue Therapieperspektive in der Psychiatrie?»
Erich Seifritz – Psychiater, PUK ZÜRICH
Psychodelika werden seit einigen Jahren als potentielle Heilmittel wissenschaftlich erforscht. Sie besitzen starke neuroplastische Eigenschaften. Die bisher beste Evidenz für einen therapeutischen Einsatz besteht für die Behandlung von therapieresistenten Depressionen, aber unter anderem auch für Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. In diesem Vortrag wird diskutiert, inwieweit diese Behandlungen, in Kombination mit Psychotherapie, wissenschaftlich abgestützt sind und welchen Nutzen Psychodelika zukünftig in der Behandlung psychischer Erkrankungen haben könnten.
«Hirnwellen und psychiatrische Behandlung»
Sebastian Olbrich – Psychiater, PUK ZÜRICH
Der Vortrag stellt die Fortschritte im Bereich elektrophysiologischer Biomarker vor. Die Elektroenzephalogramm-basierten Merkmale können verwendet werden, um das Therapieansprechen z.B. bei Depressionen zu verbessern. Mittlerweile werden diese Marker auch klinisch eingesetzt. Zum Abschluss gibt es einen Ausblick, wie künstliche Intelligenz diese Ansätze noch weiter verbessern könnte.
«Resilienz stärken mit Neurofeedback»
Laura Meine – Neuropsychologin, UZH
Stress ist allgegenwärtig und stressbedingte psychische Erkrankungen treten häufiger auf. Dennoch bleiben die meisten Menschen trotz hoher Belastungen gesund oder erholen sich schnell. Die neurobiologische Resilienzforschung zeigt, dass bestimmte Prozesse im Gehirn eine zentrale Rolle bei der flexiblen Stress- und Emotionsregulation spielen. Neurofeedback ermöglicht es, diese Mechanismen gezielt zu trainieren und so die Resilienz zu stärken – präventiv und als störungsübergreifende Ergänzung zu bestehenden psychiatrischen Behandlungsansätzen.
Anschliessend Diskussion mit dem Publikum