Das Gehirn und der Computer – Wechselwirkungen zwischen KI und Neurowissenschaften
Diskussionsforum, Freitag, 20. März, 18.30 – 20.00 Uhr
«Intelligenz weitergedacht: Einfache und schwierige Fragen aus der Neuro-Forschung»
Reinhard Loidl – Neurowissenschaftler, ETH
Spätestens seit der Einführung der ersten Large Language Models (Hochleistungs-Chatbots basierend auf künstlichen neuronalen Netzwerken) ist uns allen klar: ausgezeichnete Sprachkenntnisse benötigen nicht unbedingt ein menschliches Gehirn. Oder doch? Was eigentlich ist Intelligenz, wo beginnt sie und was sind ihre Grenzen? Und was meinen wir damit, wenn wir von menschlicheren KI-Systemen sprechen? In diesem Einführungsvortrag zum Thema „Das Gehirn und der Computer“ sprechen wir über die grundsätzlichen Fragen, die Mensch und KI ausmachen.
«Vom Gehirn zum Computer: Was kann unser Gehirn, was KI straucheln lässt?»
Benjamin Grewe – Neurowissenschaftler, UZH/ETH
Moderne KI ist dem Menschen in vielerlei Hinsicht überlegen. Sie spielt besser Schach, erkennt Krankheiten wie Tumore schneller und generiert makellose Texte in Windeseile. Dennoch scheint klar: Ein Verständnis von der Welt hat die KI nicht. Aber woran liegt das eigentlich und könnte sich das ändern? Ein Vergleich zwischen den Abläufen und Algorithmen beim Lernen und beim Lösen bestimmter Aufgaben soll etwas Licht auf die Frage werfen, was KI noch vom Gehirn lernen kann.
«Mit KI das Gehirn verstehen»
Valerio Mante – Neurowissenschaftler, UZH/ETH
Im Gehirn führen komplexe Abläufe dazu, dass Sinneswahrnehmung zusammen mit vorhandenem Wissen in gezieltes Verhalten umgesetzt werden kann. Das funktioniert nur, wenn Abertausende Nervenzellen aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Moderne Messmethoden erlauben es uns, grosse Datenmengen dieser Nervenaktivität aufzunehmen. Aber eben diese steigenden Datenmengen machen es immer schwieriger, sie richtig zu interpretieren. Wie helfen uns moderne KI-Anwendungen dabei, Struktur in solchen Daten zu finden?
Anschliessend Diskussion mit dem Publikum