Neurotechnologien: Wie man mit den Schaltkreisen des Gehirns kommuniziert und sie beeinflusst
Samstag, 21. März, 14:10-14:30 Uhr
Wolfger von der Behrens – Neurobiologe, UZH/ETH
In diesem Vortrag werde ich zwei Technologien präsentieren, die wir in der Gruppe von Prof. Yanik in den letzten Jahren entwickelt haben. Zum einem handelt es sich dabei um Elektroden, die minimal-invasiv sind und somit chronisch in das Gehirn implantiert werden können. Diese Elektroden erlauben es dann über lange Zeiträume, die Aktivität von neuronalen Netzwerken zu messen und zu analysieren und ggf. mit Hilfe kleinster elektrische Ströme zu beeinflussen.
Zum anderen haben wir eine Ultraschall-basierte Technologie entwickelt, mit deren Hilfe wir nicht-invasiv Medikamente in kleine Gehirnareale einbringen können. Diese Methode erlaubt die Entwicklung neuer Behandlungsansätze, da zeitlich präzise sehr hohe Wirkstoffkonzentrationen in Gehirnstrukturen erzielt werden können. Gleichzeitig ist potentiell mit weniger Nebenwirkungen zu rechnen, welche viele neurologische und neuropsychiatrische Therapeutika typischerweise aufweisen.